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Und so fing es an:

 

Im März 1887 fanden sich einige Männer in Eckernförde zusammen und gründeten  den Radfahrverein Eckernförde v. 1887.

 

Als Gründer sind uns noch bekannt:

 

Gregers Nissen, Lehrer

1893 traten dem Verein als Mitglieder bei:

Theodor Rathgen, Kaufmann

Ferdinand Krämer, Holzhändler

Wilhelm Dreesen, Kaufmann

Hermann Strecker, Gerber

Christian Couscherung, Schmiedemeister

und C. Kölling

 

 

Bis ca. 1890 wurde das Hochrad benutzt. Auf diesen Hochrädern wurden Touren- und Geschicklichkeitsfahrten durchgeführt. Nach Einführung des sogenannten Niederrades wurden im Sportprogramm das Renn-, Kunst- und Wanderfahren aufgenommen.

 

Anhand der noch vorhandenen Schleifen nahmen Eckernförder Radsportler an folgenden Bundestreffen und Festen des deutschen Radfahrerbundes tei:

 

1891

8. Bundestreffen in Breslau

1926

43. Bundestreffen in Dresden

1892

11. Bundestreffen in Hannover

1931

48. Bundestreffen in Chemnitz

1903

20. Bundestreffen in Hamburg

1932

49. Bundestreffen in Nürnberg

 

 

Während der Zeit des Nationalsozialismus konnte der Radfahrerverein seinen Sport unverändert weiter betreiben, da er keine politischen Ziele verfolgte. Der ab ca. 1922 in Eckernförde mitexistierende Radverein „Arbeiter-Radfahrerbund Solidarität“ wurde hingegen im Jahre 1933 verboten. Im Jahre 1946 kam es dann zum Zusammenschluss dieses Vereins mit dem Radfahrerverein von 1887.

Der wenig bekannte Oswald Wiltsch führte schon vor dem Kriege und bis 1950 den Verein, der gleichzeitig Radfahrbeauftragter des Bezirkes I, Gau VII (etwa die alten Kreise Schleswig, Rendsburg, Eckernförde) war.

 

1950 übernahm Karl Heinz Soll die Vereinsführung, die er bis 1969 inne hatte.

 

 

Es folgten als Vereinsvorsitzende:

 

1969 - 1974

Werner Hidde

1996 - 2000

Kai Dodenhöft

1974 - 1976

Egon Splinter

2000 - 2004

Werner Baumgardt

1976 - 1996

2006 - 2009

Uwe Rohde

Kai Dodemhöft

2004 – 2006

 

Heinz Harrs

 

 

 

 

Bemerkenswert für einen derart kleinen Verein sind die sportlichen Erfolge, die von Sportlern der RGE erreicht wurden. Mit Namen, wie Rolf Kleinworth, Ernst Jöhnk, Herbert Thau und Gorch Fock sind Erfolge auch auf internationaler und professioneller Ebene verbunden.

Das 1949 , im Rahmen der Kieler Woche, zum ersten Mal ausgetragene Radrennen „Rund um den kleinen Kiel“ war das Vorbild für die Traditionsveranstaltung der RGE, das Radrennen „Rund um das alte Seminar“. Jürgen Henningsen initiierte dieses Radrennen mit Start und Ziel in der Riesebyer Straße. Am 20. August 1950 erfolgte der erste Start vor fast 5000 begeisterten Zuschauern. Das Rennen wurde bisher von der RGE jedes Jahr ohne Unterbrechung durchgeführt und hat mit seinen zahlreichen dänischen Teilnehmern mittlerweile internationalen Charakter.

Die RGE ist mit ihrem Gründungsdatum der älteste Radsportverein in Schleswig-Holstein und überhaupt einer der ältesten in der Bundesrepublik Deutschland.